Montag, 9. Mai 2011

Asche auf mein Haupt!

Alles Gute zum Geburtstag nachträglich, liebe Brigitte. 

Und nun zur Werbung

Ich gucke hier viel zu wenig Fernsehen und bin viel zu selten in der City, um richtig viel Kiwi-Werbung mitzubekommen. Aber können kann's hier wohl jemand, wenn man mal ein bisschen youtubed. 


I'm a temp.

Today I have experienced something very interesting and believe it or not: It has nothing to do with food. 
I’ve been at a recruitment company that seeks people for temporary office roles such as personal or administration assistants. When the lady I dealt with first rang me, she told me about some tests I would have to take in order to display my skills in Word and Excel. I didn’t really worry about that because I work with Word all the time and two glasses of nice red wine made me believe that Excel shouldn’t be a problem as well.
First of all I had to fill out a lot of forms about my current situation, my criminal career, my health and a lot of other things that reminded me very much of the visa process I’ve been going through lately. As I have never been involved in any crime apart from not thanking the bus driver before leaving the bus, I felt comfortable about giving the company all the information they wanted.
But then … THE TEST … put a bitter end to my comfort. I actually did quite well at Word although I had to take the test using an English and (what’s even worse) PC version of the programme. Excel though was a real pain in the ass. I am so sorry about swearing but there is just no other way to express what I think about this useless crap-programme. I had no clue what I was doing, but somehow clicked my way to a result of 37% and was allowed to take the next “challenge”.
And now that’s where it gets really interesting. When I was about 12 years old, I used to do heaps of IQ tests. (Yes, I was a strange little kid.) Today, these ridiculous tests suddenly appeared in my life again: I was asked to find the opposite of “dark” and complete number rows such as “2, 4, 8, 16, 32 …”. Honestly!
So now I know that Word is my friend, I am never going to talk to Excel again and being a strange little kid can be worthwhile at some stage of life … although I am quite confident that I
might even have passed the IQ test with a more exiting childhood.
Anyway: I am now registered for temporary office work. Excel obviously wasn’t that important after all. 

Sonntag, 8. Mai 2011

A couple of things

1. A couple in New Zealand is not ein paar but always ein Paar, meaning two.
2. Shaving ham has nothing to do with ... well ... shaving. It just means to slice the ham veeeery thinly.
As this is about everything I've learned about (Kiwi) English so far, I've decided to do some of my blogging in English from now on. Just to avoid that my vocabulary is going to be limited to "How many slices would you like?", "We are just over now, is that all right with you?" and "This is a lovely cheese, isn't it?" one day. Learning by writing. 
CU

Freitag, 6. Mai 2011

The Auckland Plan

Auckland hat eine Vision: In 30 Jahren will die City of Sails die lebenswerteste Stadt der Welt sein. Ein insgesamt ziemlich beeindruckendes Vorhaben. Besonders, weil es so wunderbar undeutsch unkompliziert und für jeden zugänglich daherkommt: Schlaue Menschen haben sich hingesetzt und überlegt, wie man Auckland noch schöner machen kann, dann haben sie ihre Pläne übersichtlich und für jeden verständlich aufgeschrieben und jetzt dürfen die Aucklander bis Ende des Monats ihren Senf dazugeben. Und: Es geht um wirklich brauchbare Dinge wie ein gut funktionierendes Netz öffentlicher Verkehrsmittel (dringend notwendig, siehe hier) oder die Frage, wie Auckland vom "Gateway" zum Rest des Landes (im Moment bleiben Touristen im Schnitt bloß 1,5 Tage in der Stadt) zu einem echten Reiseziel wird, um hier neue Jobs in der Tourismusbranche zu schaffen.
Ich bin sehr gespannt, ob Bürgermeister Len Brown 2041 als der Mann in die neuseeländischen Geschichtsbücher eingehen wird, der Auckland zur offiziell schönsten Stadt der Welt gemacht hat. 

Montag, 2. Mai 2011

Andere Deutsche in NZ

Latschen

Käfer



Hamburger
(Jaaaa, der älteste Kalauer der Welt, ich weiß.)
Sitze

Noch mal Essen

Mein Blog ist verfressen. Egal. 
Die Kiwis haben irgendwie ein seltsames Verhältnis zu Lebensmitteln. Gekauft wird – auch in dem Edel-Supermarkt, in dem ich momentan arbeite – was günstig ist. Das ist ja auch mehr als legitim. Dabei ist allerdings oft nicht entscheidend, was es eigentlich ist, solange man nicht viel dafür bezahlen muss. Viele Kunden laufen mit dem aktuellen Angebotszettel in den Laden, kommen zu mir und wollen den Käse, der gerade "on special" ist, also weniger Geld kostet. Ich weise schließlich auf die Maasdam-Stücke hin, die wir in weiser Voraussicht fertig geschnitten auf der Theke liegen haben und will zu kompetenter Geschmacks- und Verwendungsberatung ansetzen, um festzustellen, dass sich eigentlich niemand für Geschmack und Verwendung des Käses interessiert. Es wird ein Stück genommen und zum nächsten Sonderangebot gelaufen. Aber: Diese Leute kaufen wenigstens etwas. Und wenn sie so mal aus Versehen Käse statt gelber, fettiger Pappe zu Hause haben ... bitteschön. Sehr irritierend finde ich aber die Menschen, die gezielt "einkaufen" kommen, um sich an unseren Proben sattzuessen. Nun kenne ich das noch aus Deutschland, aber was ich hier beobachte, ist extrem. Es gibt Leute, die an die Theke kommen und sich, ohne mit der Wimper zu zucken, von der Wurst über den Käse bis zu den Oliven futtern, dabei mehrmals zugreifen und nicht einmal so tun, als wären sie auch nur im Geringsten daran interessiert, etwas zu kaufen oder sich beraten zu lassen. Die meisten sagen dabei keinen Ton (eine Antwort auf mein inzwischen erlerntes "How r u today?" wäre zum Beispiel nett) – manche allerdings beschweren sich sogar, dass wir zum Beispiel nicht das richtige Brot bereitgestellt haben, um diesen und jenen Dip zu probieren. Nun gut. Das sind Kunden und damit Könige. Und teilweise kann ich sie ja auch verstehen. Man verdient hier eben nicht viel und ich schaue beim Einkaufen auch sehr genau auf den Preis. Aufregen muss ich mich aber über meinen Arbeitgeber, den ich hier leider schon mal erwähnt habe, der aber hoffentlich nicht nach "Kiwi-Missy" googlet. Es ist nämlich so: Wenn am Ende eines Tages Dinge übrig bleiben, die am nächsten Tag nicht mehr verkauft werden können, aber noch lange nicht ungenießbar sind, werden diese nicht wie in Deutschland an so etwas wie die Tafeln gespendet oder den Mitarbeitern angeboten, sondern schlicht weggeworfen. Und das ist eine Anweisung von Menschen, die diesen Laden eröffnet haben, weil sie behaupten "great food" zu lieben. Geht nicht in meine Birne. 
Wirkliche Wertschätzung von gutem Essen habe ich bisher eigentlich nur bei meiner tollen Kollegin Rosa und auf dem Coatesville Market, den wir gestern besucht haben, erlebt. Hier gibt es zahlreiche Stände mit Käse in allen Variationen, handgeschöpfter Schokolade, Sauerteigbrot und anderen Köstlichkeiten aus aller Welt – und die Menschen genießen und kaufen diese Köstlichkeiten. Ich habe niemanden auch nur ein einziges Mal nach einem Preis fragen hören. Vielleicht liegt das an der guten Wohngegend, in der dieser Markt stattgefunden hat, vielleicht an der tollen Atmosphäre ... ich weiß es nicht. Aber ich habe mich sehr darüber gefreut und gleich ein bisschen echtes Lakritz gekauft. Und ich habe mir fest vorgenommen, bei der nächsten Gelegenheit einen der zahleichen Farmer's Markets zu besuchen, die es hier wohl in fast jedem Stadtteil gibt. Angeblich bekommt man da landwirtschaftliche Produkte wie Obst, Gemüse und Eier in Bio-Qualität direkt vom Erzeuger – und wenn ich darüber nachdenke, sollte ich in meinen Einträgen vielleicht nicht zu sehr verallgemeinern. Denn wenn es keine Kiwis gäbe, die das zu schätzen wissen, gäbe es wohl auch diese Märkte nicht ...