Dienstag, 7. Juni 2011

Wooooooooooooooooooow!

In Sachen "stunning views" tritt hier ja ziemlich schnell ein gewisser Gewöhnungseffekt ein ... Insel, Hügel, Berge, Meer und noch mehr Meer ... gäääähn. Aber die Bay of Islands ist einfach ... na ja ... beautiful. Ich möchte sogar soweit gehen zu sagen awesome
Und es gibt Delphine ("Just like the one you could see on the TV show Flipper") zu sehen. 










Freitag, 3. Juni 2011

Mutlikulti






Keine moderne Metropole, die ansatzweise etwas auf sich hält, würde in einer schicken Imagebroschüre darauf verzichten, sich – oder mindestens das ein oder andere Viertel – als "multikulturell" zu bezeichnen. Alles lachhaft, wenn man mal ein paar Wochen in Auckland war. Laut Wikipedia leben in Neuseeland knapp viereinhalb Millionen Menschen, davon 67,6% europäisch stämmige Kiwis, 14,6% Māori, 9,6% Asiaten und 6,9% Pacific Islanders. Das ist schon aufgeschrieben ziemlich bunt. Wenn man dann aber noch bedenkt, dass Europa ja gar nicht ein großes Land ist, und Spanier in echt ebenso wenig Dänen sind, wie Benjamin-Gouda Käse oder Rosenkohl lecker, wird’s richtig spannend.
Darum gibt es hier auch nicht nur Kurse, in denen man lernt, wie man feststellt, ob jemand alt genug ist, um Alkohol zu kaufen, sondern auch solche, die sich 
Effective Intercultural Communication at Work nennen. Was da wohl auf dem Lehrplan steht? Zeichensprache? Die zumindest wende ich an der Deli-Theke an, wenn es gar nicht mehr anders geht und aus meinem Mund kein Englisch mehr kommt, sondern nur noch Fusseln. Sorgt nicht immer dafür, dass jemand versteht, was ich will – aber meistens für mindestens einen Lacher. Und Lachen versteht nun wirklich jeder ...

Mittwoch, 1. Juni 2011

Montag, 30. Mai 2011

Proudly made in New Zealand

Patriotismus ist ja für uns Deutsche immer so eine Sache – darf man, darf man nicht und wenn ja, wie doll? Hier in Neuseeland stellt sich solche Fragen niemand. Man IST einfach patriotisch. Das fällt dem geneigten Neu-Einwohner nicht erst beim Besuch des Pubs "The Patriot" auf, sondern auch im Supermarkt, auf der Straße und auf dem Sofa Schrägstrich dem Bett, von dem aus man fernsieht. Wer seinen Kram in Neuseeland produziert, schreibt es drauf. Und zwar groß. Und zwar überall. Auf das Produkt selbst, auf den Firmenwagen (und für 1000 Dollar auch auf das Kennzeichen) und auf die Werbung. "Proudly made in New Zealand" ist eine Art alltaugliches Argument, um auch noch den letzten Schrott an den Mann zu bringen. 
Hm ... da fällt mir gerade ein ...


Dann doch lieber Kiwis. 

Mittwoch, 25. Mai 2011

Mattenmatik

Heute war ein wirklich, wirklich anstrengender Tag bei der Arbeit – stetig wachsendes Chaos von viertel vor acht bis viertel vor acht, zusammengesetzt aus einem neuen Kollegen, der kaum Englisch spricht, gefühlten acht Millionen Kisten voller neuer Ware, die grundsätzlich an der Deli-Theke (MEINER Deli-Theke) abgestellt wird und einem Chef, der sich für drei Stunden in ein Meeting verpieselt, um mich mit den heute spontan und ohne Vorankündigung neu eingeführten Snacks alleine zu lassen. Und alles, was meine eigentlich ziemlich coole Kollegin A. dazu zu sagen hat, ist: "Where are the mats?" Die blöden Matten nämlich, die ich total schrecklich finde, weil man immer nur darüber stolpert und die ich darum heute Morgen nicht ausgerollt habe, sollen dafür sorgen, dass einem die Füße nicht wehtun, wenn man den ganzen Tag hinter der Theke rumläuft. Richtig so. Lieber ab und zu über so eine Matte in eines der tausend überall rumliegenden Messer – oder am besten gleich in die völlig ungeschützte Klinge der Uralt-Käseschneidemaschine – fallen, als abends merken, dass man keinen Bürojob hat. Völlig verrückt.   

Montag, 23. Mai 2011

Noch 'ne Deutsche


Die gute Frau Schiffer hat auch in Neuseeland nicht viel mehr zu sagen als "Blond bleibt blond."

Sonntag, 22. Mai 2011

Hunting Aotearoa

Einen kompletten und kompetenten Überblick über die neuseeländische Medienlandschaft habe ich mir bisher zwar noch nicht verschaffen können, aber ein paar Dinge sind mir bereits aufgefallen. Zum Beispiel, dass eine Tageszeitung auch hier mehr Erfolg hat, wenn sie eher wie BILD als wie die taz daherkommt. Und dass man ohne Sky-TV scheinbar keine Sekunde überleben kann. Obwohl uns seltsamen Deutschen das bisher erstaunlicherweise ganz gut gelungen ist. In unserem Zimmer empfangen wir nämlich nur die vier oder fünf Gratis-Sender, die es hier gibt – unter anderem Maori TV. Weil da letzte Woche eine ziemlich interessante Dokumentation über Heavy Metal (inklusive eines Berichts über Wacken) lief, habe ich gerade gucken wollen, ob es sich lohnt, den Sender öfter einzuschalten. Dabei bin ich auf das hier gestoßen und sitze noch immer mit ausgeklappter Kinnlade vorm Rechner. Eine Jagd-Sendung, die damit eingeleitet wird, dass Kinder sie nicht gucken sollten, weil sie Gewalt gegen Tiere beinhaltet. Aaaaaha. Nischenfernsehen, könnte man meinen. Aber weit gefehlt. Hunting scheint beliebt zu sein in diesem lustigen kleinen Land ...